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Steuer-Lexikon

Bei steuerlichen Fachwörtern verliert man oft schnell den Überblick. Wir haben die wichtigsten Begriffe auf den Punkt gebracht!

A

Abfindung

§24 EstG

Eine Abfindung ist ein einmaliger, außerordentlicher Betrag, der Dir als Entschädigung für den Verlust Deines Arbeitsplatzes angeboten wird, wenn Dein Dienstverhältnis beendet werden soll. Aus steuerrechtlicher Sicht handelt es sich dabei um eine sogenannte "Entschädigung als Ersatz für entgehende Einnahmen", die wiederrum zu den Einkünften aus nichtselbstständiger Tätigkeit gezählt wird und somit der Lohnsteuer unterliegt.

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Abgabefrist

§149 Abs.3 AO

Bei der Abgabe von Steuererklärungen musst Du bestimmte Fristen einhalten. Trifft Dich die Steuerveranlagungspflicht, hast Du bis zum 31.07. (früher: 31.05.) des Folgejahres Zeit, Deine Steuererklärung beim zuständigen Finanzamt abzugeben. Gibst Du freiwillig eine Steuererklärung ab, hast Du dafür vier Jahre ab dem Ende des jeweiligen Steuerjahres Zeit. Hältst Du diese Fristen nicht ein, kann es zu Verspätungszuschlägen kommen, bzw. im Falle einer freiwilligen Abgabe wird die Steuererklärung vom Finanzamt nicht mehr berücksichtigt.

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Abgeltungsteuer

§43 EstG

§50a EstG

Auf Kapitalerträge wird von den Banken ein Steuersatz i.H.v. 25 Prozent einbehalten und direkt an das zuständige Finanzamt überwiesen. Dieser Steuerabzug wird als Abgeltungssteuer bezeichnet, da mit der einbehaltenen Steuer die Steuerpflicht als abgegolten gilt. Es handelt sich dabei um eine Quellensteuer. Gleiches gilt für den Steuerabzug bei beschränkter Steuerpflicht.

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Altersentlastungsbetrag

§42a EstG

Der Altersentlastungsbetrag steht Dir als Rentner zu, wenn Du das 64. Lebensjahr überschritten hast. Es handelt sich dabei um einen Freibetrag, der von den Einkünften abgezogen wird und so den Gesamtbetrag der Einkünfte mindert. Der Altersentlastungsbetrag ist anwendbar auf alle Alterseinkünfte mit Ausnahme von Renten und Pensionen. Die Steuerlast kann damit um bis zu 1.900 Euro pro Jahr gemindert werden. Wie hoch der Betrag ausfällt, hängt jedoch vom Geburtsjahr ab und wird vom Finanzamt automatisch ermittelt.

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Anlage AV

Neben dem Hauptvordruck musst Du im Rahmen einer Steuererklärung diverse Anlagen beim Finanzamt einreichen. In der Anlage AV machst Du Angaben zur steuerlichen Förderung von Altersvorsorgebeiträgen in Form einer privaten Altersvorsorge wie z.B. einer Riester-Rente. Hierfür erhälts Du eventuell einen Sonderausgabenabzug.

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Anlage Corona-Hilfen

Im Zuge der Covid-19-Pandemie nahmen viele Selbstständige, Freiberufler und Gewerbetreibende Soforthilfen, Überbrückungshilfen oder ähnliche staatliche Zuschüsse in Anspruch. Steuerrechtlich gelten diese Corona-Hilfen als gewinnerhöhende Betriebseinnahmen und müssen daher versteuert werden. Unabhängig davon, ob Du als Gewerbetreibender, Freiberufler oder Land- und Forstwirt solche Hilfen bezogen hast, musst Du im Rahmen Deiner Steuererklärung 2020 die neue Anlage Corona-Hilfen einreichen.

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Anlage FW

Mit der Anlage FW beantragst Du im Rahmen Deiner Steuererklärung eine Steuervergünstigung für eine selbst genutzte oder unentgeltlich überlassene Wohnung in Deutschland. Damit soll das Wohneigentum gefördert werden.

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Anlage G

Eine Steuererklärung umfasst verschiedene amtliche Formulare. Abhängig davon, welche Einkünfte Du hattest, musst Du bestimmte Anlagen ausfüllen und beim Finanzamt abgeben. Erzielst Du Einkünfte aus Gewerbebetrieb, gibst Du in der Anlage G die erwirtschafteten Gewinne und Verluste an.

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Anlage Haushaltsnahe Aufwendungen

Hast Du haushaltsnahe Beschäftigungsverhältnisse, Dienstleistungen oder Handwerkerleistungen in Anspruch genommen, kannst Du dafür eine Steuerermäßigung beantragen. Dazu musst Du im Rahmen Deiner Steuererklärung die Anlage Haushaltsnahe Aufwendungen beim Finanzamt einreichen.

Anlage KAP

Reichst Du eine Steuererklärung ein, gibst Du zusammen mit dem Hauptvordruck diverse Anlagen ab, je nachdem welche Einkünfte Du erzielt hast. In der Anlage KAP gibst Du Deine Einkünfte aus Kapitalvermögen durch Aktiendepots, Bankeinlagen, etc. an. Da die Einkommensteuer auf Kapitalerträge grundsätzlich in Form der Abgeltungsteuer erhoben wird, musst Du diese Anlage nur ausfüllen, wenn Du z.B. einen Antrag auf Günstigerprüfung stellen willst oder der Sparerpauschbetrag geltend gemacht werden soll.

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Anlage Kind

Für Deine Steuererklärung musst Du verschiedene amtliche Vordrucke beim Finanzamt abgeben. Die Anlage Kind muss für jedes Kind, für das Kindergeld bezogen wird, einzeln ausgefüllt werden. So kann automatisch die Günstigerprüfung durchgeführt und ermittelt werden, ob für dich eine Berücksichtigung des Kinderfreibetrages steuerlich vorteilhafter ist als das ausgezahlte Kindergeld. Außerdem kannst Du z.B. Betreuungs- oder Ausbildungskosten in Deiner Steuererklärung geltend machen.

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Anlage N

Gibst Du eine Steuererklärung ab, musst Du dafür die amtlichen Formulare nutzen. Je nachdem welche Einkünfte Du beziehst und welche Ausgaben Du hattest, reichst Du neben dem Mantelbogen verschiedene Anlagen beim Finanzamt ein. Die Anlage N musst Du ausfüllen sofern Du Einkünfte aus nichtselbstständiger Arbeit erzielst. Hier trägst Du u.a. Deine Einkünfte, Werbungskosten und gezahlte Lohnsteuer ein.

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Anlage N-AUS

Eine Steuererklärung setzt sich aus diversen Unterlagen zusammen. Bei der Anlage N-AUS handelt es sich um das Pendant zur Anlage N. Diese musst Du beim Finanzamt einreichen, wenn Du ein Arbeitnehmerentgelt aus dem Ausland bezogen hast, egal ob Du in Deutschland nur beschränkt oder unbeschränkt steuerpflichtig bist.

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Anlage R

Abhängig von Deinen Einkunftarten, musst Du bei der Abgabe Deiner Steuererklärung bestimmte Dokumente ausfüllen. Beziehst Du Einkünfte aus Renten oder Leistungen aus Altersversorgungsverträgen, trägst Du diese Einkünfte in der Anlage R ein.

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Anlage S

Im Rahmen Deiner Steuererklärung musst du verschiedene amtliche Formulare ausfüllen. In der Anlage S gibst Du Deine Einkünfte aus selbstständiger Arbeit (bzw. Verluste) an, wenn Du eine selbstständige Tätigkeit ausübst oder als Freiberufler arbeitest.

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Anlage SO

Deine Steuererklärung reichst Du beim Finanzamt in Form von diversen amtlichen Vordrucken ein. In der Anlage SO gibst Du Deine sonstigen Einkünfte an. Beispiele dafür wären Gewinne aus Spekulationsgeschäften oder Einkünfte aus privaten Veräußerungsgeschäften. Auch geleistete Unterhaltsaufwendungen, für die Du einen Sonderausgabenabzug möchtest, werden in der Anlage SO eingetragen.

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Anlage Sonderausgaben

Im Rahmen der Steuererklärung kannst Du Deine Sonderausgaben steuerlich geltend machen. In die Anlage Sonderausgaben trägst Du sämtliche Sonderausgaben, die keine Vorsorgeaufwendungen sind, ein. Dazu zählen beispielsweise Spenden oder auch die Kirchensteuer.

Anlage Sonstiges

Im Zuge einer Steuererklärung musst Du diverse Dokumente beim Finanzamt einreichen. Dabei dient die Anlage Sonstiges - wie der Name schon sagt - für sonstige Angaben und Anträge. Der Verlustabzug oder Spendenvortrag können hier als Beispiele genannt werden.

Anlage U

Mit Hilfe einer Steuererklärung stellst Du dem Finanzamt die Informationen zur Verfügung, die für die Steuerfestsetzung benötigt werden. Dafür musst Du unterschiedliche Dokumente ausfüllen. In der Anlage U kannst Du Unterhaltsaufwendungen an den geschiedenen oder dauernd getrenntlebenden Ehegatten angeben, um diese steuerlich geltend zu machen. Voraussetzung dafür ist die Zustimmung Deines geschiedenen oder dauernd getrenntlebenden Ehegatten, dass Du diese Zahlungen als Sonderausgaben absetzen darfst.

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Anlage Unterhalt

Um eine Steuererklärung zu erstellen, musst Du diverse Vordrucke ausfüllen. Hast Du Unterhaltsleistungen an bedürftige Personen verrichtet, trägst Du diese in die Anlage Unterhalt ein und kannst sie so steuerlich geltend machen.

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Anlage V

Für Deine Steuererklärung musst Du verschiedene amtliche Vordrucke ausfüllen. Neben dem Mantelbogen gibt es dafür, abhängig von der Art Deiner Einkünfte, unterschiedliche Anlagen. Wenn Du eine Immobilie vermietest oder ein Grundstück verpachtest (Einkünfte aus Vermietung und Verpachtung), dann gibst Du sämtliche Einnahmen und Ausgaben dafür in der Anlage V an.

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Anlage Vorsorgeaufwand

Eine Steuererklärung setzt sich aus verschiedenen Formularen zusammen. Je nach Art Deiner Einkünfte und Ausgaben, gibst Du neben dem Hauptvordruck verschiedene Dokumente beim Finanzamt ab. In der Anlage Vorsorgeaufwand gibst Du sämtliche Vorsorgeaufwendungen und Altersvorsorgebeiträgen wie u.a. Sozialversicherungsbeiträge zur gesetzlichen Kranken-, Renten- und Pflegeversicherung an. So kann beispielsweise Dein Sonderausgabenabzug für Versicherungsbeiträge ermittelt werden.

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Anrechnung von Steuern Anrechnungsmethode

Manche Steuern, wie beispielsweise die Abgeltungsteuer bei Kapitalerträgen, werden direkt bei der Entstehung von Dritten einbehalten und an das Finanzamt abgeführt. Bei der Veranlagung zur Einkommensteuer werden diese bereits gezahlten Steuern auf die Steuerschuld angerechnet. Bei Einnahmen, die im Ausland erwirtschaftet werden, stellt die Anrechnungsmethode eine Möglichkeit zur Vermeidung einer doppelten Besteuerung dar.

Arbeitnehmersparzulage

§13 VermBG

Die Arbeitnehmersparzulage ist ein staatlicher Zuschuss für vermögenswirksame Leistungen. Diese kann im Zusammenhang mit verschiedenen Anlageformen in Anspruch genommen werden: Bausparen und Beteiligungssparen. Bausparen soll im Wesentlichen für den Erwerb von Immobilieneigentum dienen. Beteiligungssparen hat Kapitalbeteiligungen oder Aktienfonds zum Gegenstand. Die Höhe der Arbeitnehmersparzulage orientier sich am zu versteuernden Einkommen und an der Anlageform. Für beide Anlageformen gelten bestimmte Einkommensgrenzen, ab denen der Zuschuss nicht mehr gewährt wird.

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Arbeitslosengeld Alg

Das Arbeitslosengeld dient als Lohnersatzleistung, wenn Du arbeitslos bist und Dich bei der Agentur für Arbeit als arbeitssuchend gemeldet hast. Arbeitslosengeld I (welches Du nur zeitlich begrenzt beziehen kannst) sowie das Teilarbeitslosengeld (welches Du beziehen kannst, wenn Du mehreren arbeitlosenversicherungspflichtigen Tätigkeiten nachgehst und eine davon verlierst) sind steuerfrei, unterliegen aber dem Progressionsvorbehalt. Arbeitslosengeld II, umgangssprachlich unter Hartz IV bekannt, liegt innerhalb des Grundfreibetrags, weshalb du bei dessen alleinigem Bezug keine Steuererklärung abgeben musst.

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Aufbewahrungspflicht

§147 AO

Aufbewahrungspflicht bedeutet, dass Du bestimmte Unterlagen für steuerrechtliche Zwecke aufbewahren solltest, sodass unter Umständen auf sie zurückgegriffen werden kann. Diese Pflicht trifft vor allem Selbstständige und Gewerbetreibende. Privatpersonen sind im Allgemeinen von einer Aufbewahrungspflicht befreit. Trotzdem sollten auch im Privatbereich gewisse Unterlagen als Nachweise aufbewahrt werden.

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außergewöhnliche Belastungen

§33 EstG

§33a EstG, §33b EstG

Man spricht im Steuerrecht von außergewöhnlichen Belastungen, wenn Du aus rechtlichen, tatsächlichen oder sittlichen Gründen zwangsläufig höhere Aufwendungen hast, als jemand mit vergleichbaren Einkommens- und Vermögensverhältnissen und demselben Familienstand. Darunter zählen beispielsweise Krankheitskosten, Wiederbeschaffungskosten nach z.B. einem Hochwasser aber auch Pflege- oder Bestattungskosten. Diese Kosten kannst Du unter Umständen steuerlich geltend machen.

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B

Bausparvertrag

Bei einem Bausparvertrag handelt es sich um eine schriftliche Übereinkunft zwischen einer Bausparkasse und einem Anleger. Ziel davon ist es, Vermögen für die Finanzierung eines Eigenheims anzusparen. Dabei werden eine Summe, ein Prozentsatz sowie eine Mindestgrenze, bis zu der angespart werden muss, festgelegt. Bausparer bis können von einer Wohnungsbauprämie, vermögenswirksamen Leistungen und einer Arbeitnehmersparzulage sowie von zinsgünstigen Krediten profitieren (teilweise abhängig vom Gesamteinkommen). Die Bausparzinsen unterliegen der Abgeltungssteuer. Hast Du deinen Bausparvertrag jedoch mit einem vor dem 30.06.2010 abgeschlossenen Vorfinanzierungsdarlehen gekoppelt, kannst Du auf Antrag die einbehaltene Steuer auf deine Steuerschuld anrechnen lassen.

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Bemessungsgrundlage

Eine Bemessungsgrundlage ist eine monetäre Größe, die bei der Berechnung der Steuer als Grundlage dient. Insbesondere wird damit der anzuwendende Steuertarif ermittelt, sodass demgemäß die Steuerlast errechnet werden kann.

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beschränkte Steuerpflicht

§1 Abs.4 EstG

Eine natürliche Person, die ihren Wohnsitz oder gewöhnlichen Aufenthalt im Ausland hat, aber gewisse Einkünfte in Deutschland erzielt, unterliegt mit diesen Einkünften der deutschen Einkommensteuer. Man spricht dabei von der beschränkten Steuerpflicht. Gleiches gilt für Unternehmen, die in Deutschland keine Geschäftsleitung haben, hier aber Einnahmen generieren.

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Betriebsausgaben

§4 Abs.4 EstG

Der Gesetzgeber definiert Betriebsausgaben allgemein als "Aufwendungen, die durch den Betrieb veranlasst sind". Betrieblich veranlasst sind Aufwendungen dann, wenn die Ausgaben zur Förderung Deiner selbstständigen, freiberuflichen oder betrieblichen Tätigkeit beitragen und in einem objektiven Zusammenhang zu dieser stehen. Beispiele dafür sind Material- und Personalkosten aber auch Mieten für Gebäude oder Maschinen. Betriebsausgaben mindern zwar den Gewinn aber können steuerlich geltend gemacht werden.

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Betriebseinnahmen

Anders als für Betriebsausgaben gibt es für die Betriebseinnahmen keine gesetzliche Definition. Im Steuerrecht versteht man darunter jedoch betrieblich veranlasste Zuflüsse, egal ob in Form von Geldbeträgen oder Sachleistungen. Diese wirken sich gewinnerhöhend aus.

Buchführungspflicht

§141 AO

Gewerbliche Unternehmer sowie Land- & Forstwirte (Wirtschaftswert der selbstbewirtschafteten Fläche > 25.000 €) mit einem Gesamtumsatz i.H.v. größer 600.000 Euro oder einem Gewinn i.H.v. größer 60.000 Euro sind dazu verpflichtet, für ihren Betrieb Bücher zu führen.

Bundessteuern

Art. 106 Abs.1 GG

Bundessteuern sind Steuereinnahmen wie z.B. Zölle oder auch der Solidaritätszuschlag, die allein dem Bund zustehen und damit in den Bundeshaushalt fließen. Sie dienen beispielsweise zur Finanzierung der Bundeswehr oder Bundespolizei.

D

Dienstreise

Um eine Dienstreise handelt es sich, wenn sich ein Arbeitnehmer aus beruflichen Gründen an einem anderen Ort als seiner ersten Tätigkeitsstätte aufhält. Für Arbeitnehmer ist die erste Tätigkeitsstätte ihr gewohnter Arbeitsplatz im Betrieb. Als Dienstreise zählen z.B. Tagungen und Kongresse, Fahrten zu Kunden oder auch Weiterbildungen. Falls Dein Arbeitgeber nicht für die Reisekosten aufkommt, kannst Du diese als Werbungskosten in Deiner Steuererklärung geltend machen.

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Dienstwagen Dienstfahrzeug, Firmenwagen, Firmenfahrzeug

Viele Arbeitgeber stellen ihren Mitarbeitern ein geschäftliches Fahrzeug zur privaten Nutzung zur Verfügung. Der entsprechende Nutzwert gilt im Einkommensteuerrecht jedoch als Arbeitslohn und muss deshalb versteuert werden. Dabei kannst Du mit Deinem Chef zusammen entscheiden, ob die private Nutzung des Dienstwagens pauschal mit der sogenannten Ein-Prozent-Regel oder mit Hilfe eines Fahrtenbuchs versteuert werden soll. Nutzt Du den Dienstwagen privat eher selten, empfiehlt sich ein Fahrtenbuch.

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direkte Steuern

Direkte Steuern werden direkt vom Steuerpflichtigen selbst an das Finanzamt gezahlt. Das heißt also, dass bei der direkten Steuer der Steuerschuldner und der Steuerträger ein und die selbe Person sind. Z.B. handelt es sich bei der Einkommensteuer oder auch bei der Kirchensteuer um direkte Steuern.

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doppelte Haushaltsführung

Eine doppelte Haushaltsführung im Sinne des Steuerrechts liegt dann vor, wenn Du aus beruflichen Gründen eine zweite Wohnung unterhältst. Sind dabei bestimmte Kriterien erfüllt, kannst Du viele Kosten, die Dir in Verbindung mit der Zweitwohnung entstehen, als Werbungskosten geltend machen.

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Durchschnittssteuersatz

Der Durchschnittssteuersatz setzt Deine Steuerlast ins Verhältnis zu Deinem zu versteuernden Einkommen. Damit zeigt er an, wieviel Prozent Deines zu versteuernden Einkommens in Form von Steuern an das Finanzamt zu zahlen ist.

E

Einkommen

§2 Abs.4 EstG

Unter Einkommen versteht man im Einkommensteuergesetz den Gesamtbetrag der Einkünfte abzüglich der Sonderausgaben und außergewöhnlichen Belastungen.

Einkommensteuer

Die Einkommensteuer ist die Steuer, die auf die Einnahmen von natürlichen Personen erhoben wird.

Einkommensteuergesetz EstG

Im Einkommensteuergesetz sind sämtliche Regeln für die Besteuerung des Einkommens natürlicher Personen und Personengesellschaften in Deutschland festgesetzt. Laut diesem Gesetz sind alle natürliche Personen, die ihren Wohnsitz oder gewöhnlicher Aufenthalt in Deutschland haben, unbeschränkt steuerpflichtig.

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Einkommensteuertarif

§32a EstG

Der Einkommensteuertarif gibt an, wie viele Steuern Du auf Dein zu versteuerndes Einkommen zahlen musst. Die Berechnungsmethode ist in §32a EstG gesetzlich festgelegt. Du kannst Deinen Einkommensteuertarif aber auch ganz einfach in der Einkommensteuer Grundtabelle (bzw. Splittingtabelle bei Zusammenveranlagung mit dem Ehegatten) nachschauen. Es handelt sich dabei um einen progressiven Steuertarif, d.h. dass sich bei einem höheren zu versteuernden Einkommen der anzuwendende Steuersatz und damit auch die Steuerlast erhöht.

Einkommensteuervorauszahlungen

§37 EstG

Im Rahmen der Einkommensteuervorauszahlungen erhebt der Staat regelmäßige Vorauszahlungen in Form von Abschlagszahlungen der voraussichtlichen Steuerschuld. Damit soll garantiert werden, dass Steuerpflichtige auf ihr Einkommen beständig Steuern zahlen. Bei Angestellten erfolgt dies über das Lohnsteuerabzugsverfahren. Für Selbstständige, Freiberufler sowie Vermieter setzt das Finanzamt eine vierteljährliche Einkommensteuervorauszahlung basierend auf dem Einkommen des letzten veranlagten Jahres fest.

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Einkünfte

§2 Abs.2 EstG

Im Einkommensteuerrecht versteht man unter Einkünften die Summe aller Einnahmen aus den sieben Einkunftsarten abzüglich der Werbungskosten.

Einkünfte aus Gewerbebetrieb gewerbliche Einkünfte

§15 EstG

Bei den Einkünften aus Gewerbebetrieb handelt es sich um eine der sieben Einkunftsarten, die der Einkommensteuer unterliegen. Diese erzielst Du, wenn Du einer gewerblichen Tätigkeit nachgehst.

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Einkünfte aus Kapitalvermögen Kapitalerträge

§20 EstG

Einkünfte aus Kapitalvermögen erzielst Du immer dann, wenn Du für die Überlassung von Kapital Erlöse erhältst. Typische Beispiele dafür sind Zinsen oder Dividenden. Kapitalerträge sind eine von sieben Einkunftsarten, für die Du Einkommensteuer bezahlen musst. Diese wird bei Kapitalerträgen in der Regel in Form der Abgeltungsteuer i.H.v. 25 Prozent erhoben. Allerdings kannst Du auch im Rahmen der Günstigerprüfung mit einem günstigeren Steuersatz "belohnt" werden, wenn Du nur geringe andere Einnahmen hast.

Einkünfte aus Land- und Forstwirtschaft

§13 EstG

Einkünften aus Land- und Forstwirtschaft erzielst Du durch den Betrieb von Wein- oder Gartenbau, einer Land- oder Forstwirtschaft, durch Tierhaltung oder -zucht aber auch durch Jagd, Fischerei oder Imkerei. Diese Einkünfte gelten als eine der sieben Einkunftsarten, für die Einkommensteuer bezahlt werden muss.

Einkünfte aus nichtselbstständiger Arbeit Arbeitnehmerentgelt

§19 EstG

Einkünfte aus nichtselbstständiger Arbeit erhältst Du im Rahmen von Beschäftigungsverhältnissen. Es handelt sich dabei um eine der sieben Einkunftsarten, sodass diese Einkünfte der Einkommensteuer und vorab der Lohnsteuer unterliegen. Neben Deinem Arbeitslohn zählen auch jegliche andere Leistungen, die Du als Arbeitnehmender von Deinem Chef erhältst, wie z.B. Abfindungen, Sachbezüge oder auch Weihnachtsgeld zu den Einkünften aus nichtselbstständiger Arbeit.

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Einkünfte aus selbstständiger Arbeit

§18 EstG

Übst Du eine selbstständige Tätigkeit im Sinne des Einkommensteuergesetzes aus, dann gelten die Einkünfte, die Du mit dieser Arbeit erzielst, als Einkünfte aus selbstständiger Arbeit. Diese fallen unter die sieben Einkunftsarten und werden demnach mit der Einkommensteuer besteuert. Darunter fallen z.B. auch sämtliche freiberufliche Tätigkeiten wie Ärzte, Architekten oder Journalisten aber auch Einkünfte für die Tätigkeit als Aufsichtsratsmitglied.

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Einkünfte aus Vermietung und Verpachtung

§21 EstG

Vermietest Du z.B. ein unmöbliertes Haus oder eine Wohnung, verpachtest ein Grundstück oder überlässt jemandem entgeltlich Nutzungsrechte in Bezug auf die Immobilie, dann erzielst Du Einkünfte aus Vermietung und Verpachtung. Heißt also, diese Einkünfte entstehen, sobald Du anderen bestimmte Vermögenswerte entgeltlich zur Nutzung überlässt. Sie zählen zu den sieben Einkunftsarten und unterliegen damit der Einkommensteuer.

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Einnahmen

§8 EstG

Nimmst Du eine Geldsumme ein oder erhältst bestimmte Sachwerte, dann sind das Einnahmen. Können Deine Einnahmen eine der sieben Einkunftsarten zugeordnet werden, dann unterliegen diese der Einkommensteuer.

Einnahmenüberschussrechnung EÜR, Anlage EÜR

§4 Abs.3 EstG

Die Einnahmenüberschussrechnung ist eine vereinfachte Methode zur Gewinnermittlung. Dabei handelt es sich um eine reine Gegenüberstellung der Betriebseinnahmen und Betriebsausgaben, um so den Gewinn zu ermitteln. Bist Du als Freiberufler, Land- und Forstwirt oder Kleingewerbetreibender nicht gesetzlich zur Buchführung verpflichtet, weil Dein Jahresumsatz nicht über 600.000 Euro bzw. Dein Jahresgewinn nicht über 60.000 Euro liegt, kannst Du Deinen Gewinn/Verlust mit der sog. Einnahmen-Überschussrechnung ermitteln. Die Anlage EÜR ist dabei das offizielle Formular des Finanzamts zur Einnahmenüberschussrechnung und wird im Rahmen der Steuererklärung von Unternehmern, die gesetzlich nicht zur Buchführung verpflichtet sind, eingereicht.

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Ein-Prozent-Regelung Listenpreismethode

§6 Abs.1 Nr.4 EstG

Nutzt Du einen Dienstwagen privat, gilt das steuerrechtlich als Arbeitslohn und unterliegt damit der Einkommensteuer. Du hast dann die Möglichkeit, das Firmenfahrzeug mit der sogenannten Ein-Prozent-Regelung pauschal zu versteuern. Dabei werden monatlich ein Prozent des inländischen Bruttolistenpreises des Autos zum Zeitpunkt der erstmaligen Zulassung von Deinem Verdienst abgezogen. Bei einem Elektrowagen musst Du nur die Kosten des Batteriesystems und nicht den Preis des gesamten Fahrzeugs ansetzen.

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Einzelveranlagung von Ehegatten

§26a EstG

Bei einer Einzelveranlagung von Ehegatten wird von den Partnern jeweils eine eigene Steuererklärung abgegeben. Folglich werden jedem Ehepartner seine bezogenen Einkünfte einzeln zugeordnet, sodass jeder einen separaten Steuerbescheid erhält. Auch Sonderausgaben, außergewöhnliche Belastungen und Steuerermäßigungen bei haushaltsnahen Dienstleistungen oder haushaltsnahe Dienstleistungen werden demjenigen zugerechnet, der sie wirtschaftlich getragen hat, sofern nicht die hälftige Veranlagung beantragt wird.

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ELSTER

Die Abkürzung ELSTER steht für ELektronische STeuerERklärung. Es handelt sich dabei um eine Software-Lösung des Staates, die dem elektronischen Datenverkehr zwischen dem Finanzamt und Steuerpflichtigen dienen soll.

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Elterngeld

§1 f. BEEG

Elterngeld soll den Betrag ausgleichen, den man weniger verdient, um sich um sein Neugeborenes zu kümmern. Diese staatliche Leistung wird bis zu 14 Monate lang gezahlt und richtet sich nach dem durchschnittlichen Nettoeinkommen des betreuenden Elternteils. Elterngeld ist zwar steuerfrei, unterliegt aber dem Progressionsvorbehalt. Deshalb bist Du auch dazu verpflichtet eine Steuererklärung abzugeben, wenn Du diese finanzielle Unterstützung beziehst.

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Entfernungspauschale Pendlerpauschale, Kilometerpauschale

§9 Abs.4 EstG

Berufsbedingte Fahrtkosten können in der Steuererklärung als Werbungskosten angesetzt werden, wenn sie nicht bereits von z.B. dem Arbeitgeber übernommen wurden. Zu den berufsbedingten Fahrten zählt der Weg von zu Hause zur Arbeit, Familienheimfahrten für Pendler und Auswärtstätigkeiten im Auftrag der Firma. Die Entfernungspauschale beträgt für die ersten 20 Kilometer 0,30 Euro pro voller Kilometer. Für jeden weiteren vollen Kilometer können ab dem 01. Januar 2021 0,35 Euro und ab dem 01. Januar 2024 0,38 Euro angesetzt werden. Für Deine Fahrt zur Arbeit kannst Du höchstens 4.500 Euro ansetzen, wobei pro Arbeitstag nur der einfache Weg berücksichtigt wird. Familienheimfahrten bei doppelter Haushaltsführung können in der Steuererklärung zusätzlich einmal pro Woche angesetzt werden.

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Entlastungsbetrag für Alleinerziehende

Bist Du als Mutter oder Vater alleinstehend, lebst mit Deinem Kind im selben Haushalt und hast einen Anspruch auf Kindergeld bzw. Kinderfreibetrag, dann gewährt Dir der Staat einen Entlastungsbetrag bei der Einkommensteuer. Dieser liegt für 2020 und 2021 bei 4.008 Euro (zuvor 1.908 Euro) und wird von all Deinen steuerpflichtigen Einkünften abgezogen. Für jedes weitere Kind erhöht sich der Betrag um 240 Euro. Es handelt sich dabei um eine Leistung, die jährlich und unabhängig vom Kindergeld bzw. Kinderfreibetrag gewährleistet wird.

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eTIN

Das Kürzel eTIN steht für "electronic Taxpayer Identification Number" und heißt übersetzt elektronische Transfer-Identifikations-Nummer. Mit Hilfe der eTIN übermittelt der Arbeitgeber sämtliche Daten an das Finanzamt, welches damit die Unterlagen zuordnen kann. Diese Nummer ist auf dem amtlichen Vordruck einer Lohnsteuerbescheinigung immer auf der linken Seite des Schreibens über der Steueridentifikationsnummer zu finden.

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Existenzminimum

Das Existenzminimum ist im steuerrechtlichen Sinne der Betrag, der für die Existenz des Steuerpflichtigen notwendig ist und deshalb nicht besteuert wird. Im Einkommensteuerrecht gilt der Grundfreibetrag als das Existenzminimum. Das Kindergeld bzw. der Kinderfreibetrag soll das Existenzminimum eines Kindes gewährleisten.

F

Fahrtenbuch

§8 Abs.2 S.4 EstG

Wenn Du privat mit einem Firmenfahrzeug fährst, dann gilt das steuerrechtlich als Vergütung sodass dafür Einkommensteuer anfällt. Das Fahrtenbuch dient als Nachweis dafür, wann Du den Dienstwagen privat und wann Du ihn geschäftlich genutzt hast. Dabei musst Du für berufliche Fahrten das Datum & Reiseziel der Fahrt, die dienstliche Tätigkeit und den Kilometerstand am Ende der Fahrt festhalten. Bei Privatfahrten genügt es, wenn Du den Gesamtkilometerstand in das Fahrtenbuch einträgst.

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Festsetzungsfrist

§169 AO

Die Festsetzungsfrist gibt vor, bis wann eine Steuerfestsetzung noch aufgehoben oder geändert werden kann. Ist diese Frist abgelaufen, können keine Änderungen mehr am Steuerbescheid vorgenommen und keine Steuererklärungen mehr eingereicht werden. Für die Einkommensteuer beträgt die Festsetzungsfrist normalerweise vier Jahre.

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Finanzamt

Das Finanzamt ist die Behörde, die dafür zuständig ist, Steuern einzuziehen und zu verwalten. Welches Finanzamt für Dich zuständig ist, hängt meistens davon ab wo Du wohnst bzw. wo sich der Sitz der Geschäftsleitung befindet.

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freiberufliche Tätigkeit freier Beruf, Freiberufler, Katalogberufe

§18 EstG

Laut Einkommensteuerrecht übt man als Freiberufler eine selbstständige Tätigkeit aus, sodass die freiberufliche Tätigkeit eine Form der Selbstständigkeit ist. Laut Gesetz gehören dazu alle selbstständig ausgeübten wissenschaftlichen, künstlerischen, schriftstellerischen, unterrichtenden oder erzieherischen Tätigkeiten. Das Einkommensteuergesetz zählt dazu einen ganzen "Katalog" an Berufen, wie Ärzte, Rechtsanwälte, Ingenieure oder Journalisten, auf, weshalb man dabei auch häufig von Katalogberufen spricht.

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Freibetrag Steuerfreibetrag

Freibeträge stellen einen bestimmten Betrag steuerfrei. Liegt Dein Verdienst über dieser Summe, musst Du die Differenz zur Höhe des jeweiligen Freibetrags versteuern. Freibeträge existieren im Einkommensteuergesetz, im Erbschaftsteuergesetz, im Gewerbesteuergesetz und im Körperschaftsteuergesetz.

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Freigrenze

Bei einer Freigrenze kommt es zur Besteuerung des gesamten Betrags, sobald der Richtwert überschritten wurde. Diese sind nicht zu verwechseln mit den Freibeträgen!

Fristverlängerung

§109 AO

Kannst Du die Frist zur Abgabe einer Steuererklärung aus bestimmten Gründen nicht einhalten, hast Du die Möglichkeit beim zuständigen Finanzamt eine Fristverlängerung zu beantragen. Die Mitarbeiter Deines Finanzamts entscheiden dann, ob Dir diese genehmigt wird. Einen rechtlichen Anspruch auf die Fristverlängerung hast Du nicht.

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G

geldwerter Vorteil

§8 EstG

Ein geldwerter Vorteil ist eine Art der Vergütung in Form einer Sach- oder Dienstleistung, die auf einem Angestelltenverhältnis beruht und über das reine Gehalt hinaus geht. Beispiele hierfür sind Personalrabatte, die private Nutzung eines Firmenfahrzeugs oder aber auch Sachbezüge wie Monatsfahrkarten oder Tankgutscheine. Auch wenn diese Bezüge zwar grundsätzlich als steuerpflichtige Einnahmen gelten, sind sie bis zu bestimmten Grenzen steuer- und sozialversicherungsfrei.

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Gemeindesteuern

Art.106 Abs.6 GG

§9 KAG

Gemeindesteuern sind Steuern wie z.B. die Grundsteuer oder auch die Hundesteuer. Diese stehen allein den Gemeinden zu und stellen damit den kommunalen Finanzbedarf sicher.

Gesamtbetrag der Einkünfte GdE

§2 Abs.3 EstG

Den Gesamtbetrag der Einkünfte erhält man laut Steuerrecht, wenn man von der Summe der Einkünfte aus den sieben Einkunftsarten den Altersentlastungsbetrag und den Entlastungsbetrag für Alleinerziehende abzieht.

Geschenke Zuwendungen

§8 Abs.2 S.11 EstG

§37b EstG

Bei Geschenken handelt es sich aus steuerrechtlicher Sicht um unentgeltliche Zuwendungen, die Du zusätzlich zu Deinem Arbeitslohn erhältst. Mitarbeitergeschenke, die Du in Form von Sachbezügen von Deinem Arbeitgeber bekommst, sind bis zu einer Freigrenze von 44 Euro pro Monat steuerfrei. Hast Du Geburtstag oder gibt es einen anderen besonderen Anlass, sind Geschenke von deinem Arbeitgeber bis zu einem Wert von 60 Euro steuerfrei. Überschreiten die Werte der Zuwendungen die Freigrenzen und müssen deshalb besteuert werden, übernimmt der Arbeitgeber dafür eine Pauschalsteuer i.H.v. 30 Prozent.

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Gewerbebetrieb

Im Einkommensteuergesetz versteht man unter einem Gewerbebetrieb alle Personengesellschaften (z.B. GbR, OHG, KG) wie auch eine GmbH & Co. KG, die eine Gewinnerzielungsabsicht haben und eine gewerbliche Tätigkeit ausüben.

gewerbliche Tätigkeit

Eine gewerbliche Tätigkeit ist im Einkommensteuergesetz dadurch gekennzeichnet, dass man sich langfristig am allgemeinen wirtschaftlichen Verkehr beteiligt und dabei mit seinem selbstständigen Handeln eine Gewinnerzielungsabsicht hat, selbst wenn diese nur ein Nebenzweck ist. Es darf sich dabei aber nicht gleichzeitig um eine land- und forstwirtschaftliche oder selbstständige Tätigkeit oder einen freien Beruf handeln. Bist Du Geschäftsführer eines Gewerbetriebs, übst Du eine gewerbliche Tätigkeit aus und erzielst damit Einkünfte aus Gewerbebetrieb. Typische Beispiele für gewerbliche Tätigkeiten sind u.a. Ladenverkäufe, Gastronomiebetrieb oder sämtliche handwerkliche Berufe wie auch das Betreiben einer Photovoltaikanlage.

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Gewinnerzielungsabsicht

Eine Gewinnerzielungsabsicht hast Du dann, wenn Du mit Deiner Tätigkeit einen Gewinn machen möchtest. Im Steuerrecht handelt es sich dabei um ein kennzeichnendes Merkmal von gewerblichen, freiberuflichen, selbstständigen Tätigkeiten sowie der Vermietungs- und Verpachtungstätigkeit oder land- und forstwirtschaftlichen Tätigkeit. Liegt keine Gewinnerzielungsabsicht vor, kann es sich um Liebhaberei handeln.

Grenzsteuersatz

Der Grenzsteuersatz gibt prozentual an, wie hoch Deine Steuerlast bei zusätzlichem zu versteuerndem Einkommen ausfällt.

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Grundfreibetrag

§32a Abs.1 Nr.1 EstG

Der Grundfreibetrag wird gewährt, um das Existenzminimum sicherzustellen. Deshalb wird bis zur Höhe dieses Freibetrags keine Einkommensteuer erhoben. Erst wenn Dein zu versteuerndes Einkommen über diesem Betrag liegt, werden Steuern fällig. Für den Veranlagungszeitraum 2021 beträgt der Grundfreibetrag 9.744 Euro.

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Grundsteuer

§1 ff. GrStG

Auf das Eigentum an Grundstücken und Gebäuden wird in Deutschland die sogenannte Grundsteuer erhoben. Gehört Dir also eine Wohnung, ein Haus oder ein Grundstück, musst Du dafür einmal im Jahr an die Gemeinde Steuern zahlen. Wie hoch diese ausfällt, wird vom jeweiligen Wohnsitzfinanzamt festgelegt.

Grundtabelle (Einkommensteuer)

In der Einkommensteuer-Grundtabelle kannst Du Deinen Einkommensteuertarif in Abhängigkeit von Deinem zu versteuernden Einkommen ablesen. Die Grundtabelle gilt für ledige Personen sowie Ehegatten mit Einzelveranlagung.

Grundtarif

Der Grundtarif ist der Einkommensteuertarif für Ledige, dauernd getrenntlebende Ehegatten / eingetragene Lebenspartner, Geschiedene, Verwitwete ab dem zweiten Jahr nach dem Tod des Ehegatten / eingetragenen Lebenspartners und im Falle der Einzelveranlagung für jeden einzelnen Ehegatten.

Günstigerprüfung

Im Rahmen einer Günstigerprüfung wird überprüft, wie bestimmte Steuervorteile zugunsten eines Steuerpflichtigen für seinen individuellen Fall wahrgenommen werden können. Diese wird bei Kindergeld bzw. Kinderfreibetrag, bei der Pendlerpauschale sowie beim Sonderabzug der Riester-Rente automatisch vom Finanzamt durchgeführt. Bei der Besteuerung von Kapitalerträgen kann eine Günstigerprüfung beantragt werden.

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H

Hauptvordruck Mantelbogen

Für eine Steuererklärung musst Du verschiedene amtliche Formulare ausfüllen. Beim Hauptvordruck handelt es sich um das zentrale Steuerformular, das von jedem ausgefüllt werden muss, der bei unbeschränkter Steuerpflicht eine Steuererklärung abgibt. Hier werden allgemeine Angaben zur Person (Name, Adresse, Kontoverbindung, etc.) gemacht, die Zusammenveranlagung von Ehegatten oder z.B. auch die Arbeitnehmersparzulage beantragt, etc.

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haushaltsnahe Beschäftigungsverhältnisse

§35a EstG

Hast Du in Deinem privaten Haushalt z.B. eine Haushaltshilfe, einen Pflegedienst oder einen Gärtner angestellt, dann spricht man im Steuerrecht von einem sogenannten haushaltsnahen Beschäftigungsverhältnis. Die Kosten, die Dir dabei entstehen, werden steuerlich begünstigt. Wenn Du einen Antrag stellst, kann sich Deine Einkommensteuer dadurch um bis zu 20 Prozent von diesen Ausgaben reduzieren. Handelt es sich dabei um ein geringfügiges Beschäftigungsverhältnis, kannst Du maximal 510 Euro abziehen. Bei einem sozialversicherungspflichtigen Beschäftigungsverhältnis sind es maximal 4.000 Euro. Mit dieser steuerlichen Begünstigung möchte der Staat Schwarzarbeit eindämmen.

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haushaltsnahe Dienstleistungen

§35a EstG

Haushaltsnahe Dienstleistungen beinhalten dieselben Leistungen wie haushaltsnahe Beschäftigungsverhältnisse. Der Unterschied liegt darin, dass es sich bei haushaltsnahen Dienstleistungen nicht um ein Arbeitsverhältnis handelt, sondern die Leistung eines Unternehmens oder eines Selbstständigen in Anspruch genommen wird. Auch diese Ausgaben werden steuerlich begünstigt: Auf Antrag ermäßigt sich Deine Einkommensteuer um bis zu 20 Prozent der Kosten für die haushaltsnahe Dienstleistung, maximal jedoch um 4.000 Euro.

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haushaltsnahe Handwerkerleistungen

§35a Abs.3 EstG

Unter haushaltsnahen Handwerkerleistungen versteht man im Steuerrecht die Inanspruchnahme von Handwerkerleistungen für Renovierungs-, Erhaltungs- und Modernisierungsmaßnahmen im privaten Haushalt. Darunter fallen z.B. Malerarbeiten, Dacharbeiten oder auch der Austausch von Heizungsanlagen. Wie bei haushaltsnahen Dienstleistungen ermäßigt sich Deine Einkommensteuer auch hierbei um bis zu 20 Prozent der Kosten. Bei den haushaltsahen Handwerkerleistungen liegt jedoch der maximal abziehbare Betrag bei 1.200 Euro.

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häusliches Arbeitszimmer

§4 Abs.5 Nr. 6b EstG

Hast Du in Deiner Wohnung einen separaten Raum, den Du dafür nutzt, Deine berufliche Tätigkeit auszuüben, dann spricht man im Steuerrecht von einem häuslichen Arbeitszimmer. Unter bestimmten Voraussetzungen können Teile oder sämtliche Aufwendungen für dieses Arbeitszimmer sowie Kosten für die Ausstattung von der Steuer abgesetzt werden.

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I

indirekte Steuern

Bei den indirekten Steuern zahlt der Steuerträger die Steuer an den Steuerschuldner, der sie wiederum an den Staat abführt. Dabei können mehrere Steuerschuldner gegenüber Steuerträger auftreten, die dem Staat jeweils einen Teil einer Steuer schulden. Ein Beispiel für eine indirekte Steuer ist die Umsatzsteuer.

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J

juristische Person

Eine juristische Person ist ein Unternehmen (insbesondere Kapitalgesellschaften) oder eine andere Personenvereinigung, die rechtlich selbstständig ist und eine eigene Geschäftsfähigkeit besitzt.

K

Kapitalertragsteuer

§32d EstG

Die Kapitalertragsteuer ist eine Form der Einkommensteuer. Diese wird auf Einkünfte aus Kapitalerträgen erhoben. Erzielst Du also Gewinne aus Kapitalanlagen wie beispielsweise Dividenden oder Aktien musst Du darauf 25 Prozent Kapitalertragsteuern zahlen, welche i.d.R. in Form der Abgeltungsteuer erhoben wird.

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Kinderfreibetrag

§32 EstG

Der Kinderfreibetrag stellt den finanziellen Mindestbedarf von Kindern für ihre Eltern steuerfrei. Dieser wird vom zu versteuernden Einkommen abgezogen und mindert so die Einkommensteuer. Der Kinderfreibetrag lohnt sich allerdings erst ab einer bestimmten Höhe an Einnahmen. Wenn Du in Deiner Steuererklärung die Anlage Kind ausfüllst, wird vom Finanzamt automatisch eine sogenannte Günstigerprüfung durchgeführt. Dabei wird ermittelt, ob für Dich der Bezug von Kindergeld oder der Kinderfreibetrag steuerlich günstiger ist. Du kannst jedoch nicht beides gleichzeitig beziehen.

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Kindergeld

§66 EstG

Kindergeld ist eine staatliche Leistung, die Erziehungsberechtigte auf Antrag und unabhängig von ihrem Einkommen monatlich für jedes Kind erhalten. Diese Unterstützung ist steuerfrei. Du solltest den Bezug aber trotzdem in Deiner Steuererklärung angeben, da das Finanzamt so eine Günstigerprüfung durchführt, um zu ermitteln ob für Dich das Kindergeld oder der Kinderfreibetrag steuerlich vorteilhafter ist. Beides kann nicht gleichzeitig in Anspruch genommen werden.

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Kirchensteuer

Art.140 GG i.V.m. §51a EstG

Religionsgemeinschaften, wie z.B. die römisch-katholische Kirche, erheben zur Deckung Ihres Geldbedarfs die sogenannte Kirchensteuer. Diese wird vom Staat über die Arbeitgeber im Rahmen des Lohnsteuerabzugs eingezogen. Es handelt sich dabei um eine Zuschlagsteuer, die sich nach der Einkommensteuer bemisst. Der Steuersatz für die Kirchensteuer variiert je nach Bundesland.

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Kurzarbeitergeld

§§ 95 ff. SGB III

Bei Kurzarbeitergeld handelt es sich um eine Lohnersatzleistung für Arbeitnehmende, die von Kurzarbeit betroffen sind. Diese Versicherungsleistung finanziert sich aus Beiträgen der Arbeitslosenversicherung. Bei Arbeitnehmenden mit mindestens einem Kind beträgt das Regel-Kurzarbeitergeld 67 Prozent des vereinbarten Arbeitsentgelts, für alle anderen werden 60 Prozent angesetzt. Im Rahmen der Corona-Pandemie wurden zeitlich befristet höhere Prozentsätze ausgezahlt.

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L

Landessteuern

Art.106 Abs.2 GG

Landessteuern sind Steuern wie z.B. die Vermögensteuer oder auch Erbschaftsteuer. Diese stehen einzig und allein einem Bundesland zu und dienen zur Deckung dessen Finanzbedarfs.

Liebhaberei

Liebhaberei liegt vor, wenn Du einer Tätigkeit nachkommst, bei der Du keine Gewinnerzielungsabsicht hast. Da bei Liebhaberei der Fokus nicht auf der Erzielung von positiven Einkünften liegt, werden diese Tätigkeiten aus steuerrechtlicher Sicht der privaten Lebensführung zugeordnet. Folglich können daraus entstandene Verluste auch nicht steuerlich geltend gemacht werden.

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Lohnersatzleistungen

Unter Lohnersatzleistungen versteht man Bezüge wie Arbeitslosen- oder Kurzarbeitergeld, die anstelle des Lohns treten und vorübergehend Deinen Lebensunterhalt sichern, wenn Du infolge bestimmter Gründe nicht mehr arbeiten kannst. Diese sind steuerfrei, unterliegen jedoch dem Progressionsvorbehalt. Deshalb musst Du bei dem Bezug von Lohnersatzleistungen eine Steuererklärung abgegeben.

Lohnsteuer

§38 EstG

Die Lohnsteuer ist eine Vorabsteuer im Rahmen der Einkommenssteuer, die bereits durch den Arbeitgeber an der Quelle einbehalten wird, später aber bei der Abgabe einer Steuererklärung mit der Einkommenssteuer verrechnet wird.

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Lohnsteuerabzug

§39 EstG

Jeder Arbeitgeber ist zum Lohnsteuerabzug verpflichtet. Das heißt, er muss die Lohnsteuer vom monatlichen Arbeitslohn aller Angestellten ermitteln, einbehalten und an das zuständige Finanzamt abführen.

Lohnsteuerabzugsmerkmale ELStAM

§39 EstG

Lohnsteuerabzugsmerkmale sind bestimmte Angaben, die für die Erhebung der Lohnsteuer benötigt werden. Dazu zählen beispielsweise Deine Personalien, Deine Steuerklasse oder auch die Anzahl Deiner Kinderfreibeträge. Bis vor einigen Jahren wurden diese Informationen noch auf der sogenannten Lohnsteuerkarte festgehalten. Diese wurde nun aber durch eine elektronische Variante, ELStAM (= elektronische Lohnsteuerabzugsmerkmale), ersetzt.

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Lohnsteuerbescheinigung

§41b EstG

§93c Abs.1 AO

Die Lohnsteuerbescheinigung enthält sämtliche Angaben über den steuerpflichtigen Arbeitslohn, den einbehaltenen Lohnsteuerabzug, Solidaritätszuschlag, eventuelle Kirchensteuer oder Beiträge zur Sozialversicherung. Sie wird entweder am Jahresende oder bei Beendigung des Arbeitsverhältnisses vom Arbeitgeber erstellt und elektronisch an das Finanzamt übermittelt. Mitarbeiter erhalten eine Kopie der Lohnsteuerbescheinigung.

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N

natürliche Person

Der Begriff "natürliche Person" ist in der juristischen Fachsprache die Bezeichnung für jeden Menschen. Dabei bist Du als natürliche Person Träger von Rechten und Pflichten.

P

Pauschale Pauschbetrag

Bestimmte Einzelposten können durch den Ansatz einer festgelegten Pauschale ersetzt werden. Diese Pauschbeträge stellen einen konkreten Betrag steuerfrei und werden vom Finanzamt ohne Nachweise genehmigt. Sind Deine tatsächlichen Ausgaben höher als die jeweilige Pauschale, kannst Du stattdessen auch diesen Betrag ansetzen, solltest aber die Belege dafür aufheben. Liegen Deine Ausgaben unter dem Pauschbetrag, dann wird automatisch die entsprechende Pauschale vom zu versteuernden Einkommen abgezogen. Im deutschen Steuerrecht existieren verschiedene Pauschalen für sämtliche Bereiche, wie z.B. die Werbungskostenpauschale, den Sonderausgabenpauschbetrag oder die Entfernungspauschale.

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Pension

Eine Pension ist das Gehalt, das Beamte, Richter und Soldaten im Ruhestand sowie deren Witwen beziehen. Im Einkommensteuerrecht gelten Pensionen als nachträgliche Einkünfte aus nichtselbstständiger Arbeit.

private Veräußerungsgeschäfte Spekulationsgeschäfte

§23 EstG

Verkaufst Du bestimmte private, nicht-alltägliche Gegenstände, wie Gold oder Bitcoins, innerhalb eines Jahres dann spricht man im Steuerrecht von privaten Veräußerungsgeschäften. Diese zählen zu den sonstigen Einkünften, sodass Du für diese Einkommensteuer bezahlen musst. Gleiches gilt für den Verkauf einer fremdgenutzten Immobilie innerhalb von zehn Jahren. Vor Einführung der Abgeltungsteuer fielen auch Wertpapier-Veräußerungen darunter und man bezeichnete die privaten Veräußerungsgeschäfte als Spekulationsgeschäfte.

Progressionsvorbehalt

§32b EstG

Einnahmen unter Progressionsvorbehalt sind Einkünfte, für die zwar keine Steuer bezahlt werden muss, die aber dennoch bei der Ermittlung des Steuersatzes miteinberechnet werden. Beispiele hierfür sind Lohnersatzleistungen wie Arbeitslosengeld, Kurzarbeitergeld und Elterngeld oder auch ausländische Einkünfte, die bereits in Deutschland versteuert wurden.

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Q

Quellensteuer

Als Quellensteuer bezeichnet man alle Steuern, die unmittelbar am Ort und zum Zeitpunkt des Entstehens erhoben und damit direkt an der "Quelle" einbehalten werden. Lohnsteuer, Kirchensteuer und Abgeltungsteuer sind für Arbeitnehmende die relevantesten Quellensteuern.

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R

Reisekosten

§9 Abs.1 EstG

Sollte Dein Arbeitgeberr die Kosten Deiner Dienstreise nicht übernehmen, hast Du die Möglichkeit diese in Form von Werbungskosten in Deiner Steuererklärung geltend zu machen. Kommt Dein Arbeitgeberr für einen Teil der Kosten auf, darfst du diesen Anteil nicht mehr in Deiner Steuererklärung geltend machen. Willst Du die Fahrkosten einer Geschäftsreise geltend machen, kannst Du als Berechnungsgrundlage entweder die Entfernungspauschale oder die tatsächlich entstandenen Kosten wählen. Außerdem kannst Du den Verpflegungsmehraufwand und Deine Übernachtungskosten geltend machen. Ging die Dienstreise ins Ausland, gelten für verschiedene Staaten unterschiedliche Auslands-Pauschalen.

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Rente

Eine Rente ist ein regelmäßiger Geldbetrag, den Du als Einkunft erhältst, weil Du z.B. eine bestimmte Altersgrenze erreicht hast, erwerbsunfähig bist oder auch auf Grund von Versicherungen. Im Einkommensteuerrecht zählt die Rente zu den sonstigen Einkünften. Es wird aber zwischen verschiedenen Arten unterschieden: Bezüge aus gesetzlichen Rentenversicherungen werden beispielsweise nachgelagert besteuert. Bei Zusatzversorgungsrenten oder privaten Versicherungen wird zum anderen noch der Ertragsteil besteuert. Außerdem gibt es Renten, die voll abzugsfähig sind, soweit sie auf steuerfreien Beiträgen basieren. Renten aus einer gesetzlichen Unfallversicherung sind in voller Höhe abzugsfähig.

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Riester-Rente

Bei der Riester-Rente handelt es sich um einen Sparvertrag mit einer Bank oder Versicherung, bei dem bis zu Beginn der Rente bestimmte Beiträge eingezahlt werden. Die Höhe dieser Beiträge kann dabei individuell festgesetzt und ggf. geändert werden. Die Riester-Rente wird staatlich gefördert.

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S

Sachbezüge

§8 EstG

Sachbezüge sind Leistungen von Deinem Arbeitgeber, die zwar einen Geldwert besitzen aber nicht in Form von Geld mit Deinem Lohn ausgezahlt werden. Das können z.B. kostenlose Monatstickets für den ÖPVN, die kostenfreie Nutzung firmeneigener Produkte oder kostenloses Essen in der Mensa sein. Es handelt sich dabei um geldwerte Vorteile, sodass sie zu den einkommensteuerpflichtigen Einkünften zählen aber bis zu bestimmten Grenzen steuerfrei bleiben.

Säumniszuschlag

§240 AO

Einen Säumniszuschlag musst Du zahlen, wenn Du eine Steuerschuld nicht rechtzeitig begleichst. Die Höhe des Säumniszuschlags ist abhängig von dem geschuldeten Steuerbetrag und dem Zeitraum der Verspätung: Das Finanzamt verlangt für jeden Monat, der überzogen wird, ein Prozent des auf den nächsten durch 50 teilbaren abgerundeten Steuerbetrags. Bei dem Säumniszuschlag handelt es sich um eine steuerliche Nebenleistung. Auf steuerliche Nebenleistungen darf jedoch kein Säumniszuschlag erhoben werden.

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selbstständige Tätigkeit

Führst Du Deine Arbeit nicht weisungsgebunden aus, bist in keine Organisationsstruktur eines Unternehmens eingebunden aber trägst dennoch unternehmerisches Risiko, dann übst Du eine selbstständige Tätigkeit im Sinne des Einkommensteuergesetzes aus. Außerdem ist die selbstständige Tätigkeit dadurch gekennzeichnet, dass man sich langfristig am allgemeinen wirtschaftlichen Verkehr beteiligt und dabei eine Gewinnerzielungsabsicht hat. Im Sinne des Einkommensteuerrechts darf es sich dabei aber nicht gleichzeitig um eine land- und forstwirtschaftliche oder gewerbliche Tätigkeit handeln.

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Selbstständigkeit

Selbstständigkeit ist eine Form der Erwerbstätigkeit und ist dadurch gekennzeichnet, dass Selbstständige unabhängig von einem Arbeitgeber sind. Dabei kann das Einkommen auf unterschiedliche Weise zustande kommen: durch eine selbstständige oder gewerbliche Tätigkeit, durch Vermietung oder Verpachtung oder auch durch Kapitalerträge aus Vermögen.

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sieben Einkunftsarten

§2 EstG

Im Einkommensteuergesetz sind sieben Einkunftsarten festgelegt, für die Einkommensteuer anfällt. Diese werden wiederrum in die sog. Gewinneinkünfte (Einkünfte aus Land- und Forstwirtschaft, Einkünfte aus Gewebebetrieb, Einkünfte aus selbstständiger Arbeit) und Überschusseinkünfte (Einkünfte aus nichtselbstständiger Arbeit, Einkünfte aus Kapitalvermögen, Einkünfte aus Vermietung und Verpachtung, sonstige Einkünfte) unterteilt. Erzielst Du Einkünfte, die keiner dieser sieben Einkunftsarten zugeordnet werden können, fällt keine Einkommensteuer an.

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Solidaritätszuschlag Soli

Art.106 Abs.1 Nr.6 GG

§4 SolZG

Der Solidaritätszuschlag wurde 1991 zur Finanzierung der deutschen Wiedervereinigung sowie zum Ausgleich der Mehrbelastung durch den Golfkonflikt eingeführt. Es handelt sich dabei um eine Bundessteuer, die als Zuschlag i.H.v. 5,5 Prozent zur Einkommens- und Körperschaftssteuer erhoben wird. Die Freigrenze für den Solidaritätszuschlag wurde auf 16.956 Euro der Einkommensteuerzahlung angehoben, was bedeutet, dass ab Januar 2021 bis zu einem zu versteuernden Einkommen von 61.717 Euro kein Soli mehr anfällt.

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Sonderausgaben

§10 EstG

Sonderausgaben sind Kosten, die mit Deiner privaten Lebensführung zusammenhängen und somit nicht in Form von Werbungskosten oder Betriebsausgaben angesetzt werden können. Darunter fallen beispielsweise Versicherungen, Kinderbetreuungskosten, Unterhaltszahlungen an Ex-Ehepartner, Spenden, Mitgliedsbeiträge oder auch die Kirchensteuer. Diese Ausgaben können Deine Steuerlast vermindern, sind dabei jedoch, abhängig von der Kostenart, nicht immer in voller Höhe absetzbar.

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Sonderausgabenpauschbetrag

Machst Du in Deiner Steuererklärung keine Angaben zu Deinen Sonderausgaben, dann gewährt Dir der Staat den Sonderausgabenpauschbetrag i.H.v. 36 Euro (72 Euro für Ehepaare mit Zusammenveranlagung).

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sonstige Einkünfte

§22 EstG

Bei den sonstigen Einkünften handelt es sich um eine der sieben Einkunftsarten, für die Einkommensteuer bezahlt werden muss. Darunter fallen beispielsweise Renten, Leistungen aus Altersvorsorgeverträgen, Unterhaltsaufwendungen oder auch Einkünfte aus privaten Veräußerungsgeschäften.

Sparerfreibetrag

Mit Einführung der Abgeltungsteuer ab dem Jahr 2009 wurde der Sparerfreibetrag durch den Sparerpauschbetrag ersetzt. Umgangssprachlich wird aber dennoch häufig vom Sparerfreibetrag gesprochen, auch wenn damit meist der Sparerpauschbetrag gemeint ist.

Sparerpauschbetrag

§20 Abs.9 EstG

Der Sparerpauschbetrag ist ein Freibetrag im Rahmen der Einkommensteuer, der Kapitalerträge bis zu einer Höhe von 801 Euro (1.602 Euro bei zusammenveranlagten Ehegatten) von der Abgeltungssteuer freistellt. Bei der Ermittlung der Einkünfte aus Kapitalvermögen wird der Betrag als Werbungskosten abgezogen.

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Spenden

§10b EstG

Spenden sind freiwillige Zuwendungen, meist in Form von Geld, für die man keine Gegenleistung erhält. Wenn bestimmte Voraussetzungen erfüllt sind, kannst Du Spenden sogar steuerlich geltend machen. Dabei sind maximal 20 Prozent des Gesamtbetrags der Einkünfte von der Steuer absetzbar.

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Spendenvortrag

§10b EstG

Du kannst Spenden bis zu einer Höhe von 20 Prozent Deines Gesamtbetrags der Einkünfte in Form von Sonderausgaben abziehen. Hast Du einen höheren Betrag gespendet, wird diese Summe in das Folgejahr vorgetragen und dort im Rahmen des Höchstbetrags mit Deinen Einkünften verrechnet. Man spricht dabei von dem sogenannten Spendenvortrag.

Splittingtabelle (Einkommensteuer)

Wie die Grundtabelle zeigt auch die Splittingtabelle den Einkommensteuertarif in Abhängigkeit vom zu versteuernden Einkommen an - allerdings für Ehegatten, die sich für eine Zusammenveranlagung entschieden haben.

Splittingtarif

Der Splittingtarif ist der Einkommensteuertarif für zusammenveranlagte Ehegatten / eingetragene Lebenspartner. Dieser leitet sich aus dem Grundtarif ab.

Splittingverfahren Ehegattensplitting

§32a Abs.5 EstG

Bei einer Zusammenveranlagung von Ehegatten wird die Steuerlast mit dem Splittingverfahren ermittelt. Dabei werden die Einkünfte zunächst für jeden einzeln ermittelt und anschließend zusammengezählt. Von dieser Summe werden dann die Sonderausgaben und außergewöhnlichen Belastungen zusammengefasst abgezogen. Freibeträge werden verdoppelt. Das auf diese Weise ermittelte, gesamte zu versteuernde Einkommen wird anschließend durch zwei geteilt, so als hätte jeder genau die Hälfte verdient. Für diese Hälfte wird die Einkommensteuer berechnet und anschließend verdoppelt.

Steuerbescheid

§157 AO

Mit dem Steuerbescheid wirst Du darüber informiert, wie hoch Deine Steuererstattung ausfällt bzw. ob Du eine Nachzahlung tätigen musst. Das Finanzamt stellt Dir Deinen Steuerbescheid entweder elektronisch in Deinem ELSTER-Konto bereit oder schickt ihn Dir schriftlich per Post zu.

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Steuererklärung

§25 Abs.3 EstG

Mit Hilfe der Steuererklärung stellst Du sämtliche Angaben bereit, die das Finanzamt zur Steuerfestsetzung braucht. Dazu musst Du den sogenannten Hauptvordruck sowie verschiedene Anlagen je nach Art Deiner Einkünfte und Ausgaben einreichen. Sobald die Höhe Deiner steuerpflichtigen Einnahmen den Grundfreibetrag übersteigen, musst Du eine Steuererklärung abgeben. Die Steuererklärung informiert das Finanzamt über Deine Einkommensverhältnisse, sodass ermittelt werden kann, ob Du in dem jeweiligen Veranlagungszeitraum zu wenig oder viele Steuern entrichtet hast und ggf. von einer Steuererstattung profitierst.

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Steuererstattung

In Deiner Steuererklärung kannst Du Deine Ausgaben gegenüber Deinen Einkünften vorbringen. Dabei kann sich ergeben, dass Du im Laufe des Jahres durch den Lohnsteuerabzug oder im Rahmen von Einkommensteuervorauszahlungen zu viele Steuern bezahlt hast. In diesem Fall erhältst Du das zu viel gezahlte Geld in Form einer Steuererstattung zurück.

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Steuerfahndung Steufa

§208 AO

§404 AO

Eine Steuerfahndung findet statt, wenn der Verdacht besteht, dass ein Steuervergehen vorliegen könnte. Dabei überprüft ein zuständiger Beamter die Steuerstraftat oder die Steuerordnungswidrigkeit.

Steuerfestsetzung

§155 AO

Die Steuerfestsetzung ist erfolgt, sobald Du vom Finanzamt Deinen Steuerbescheid erhalten hast.

Steuergeheimnis

§30 AO

Beim Steuergeheimnis handelt es sich um einen Grundsatz des deutschen Steuerrechts. Im Rahmen dessen ist es für Beamte verboten, Informationen, die ihnen im Zuge des Besteuerungsvorgangs bekannt geworden sind, unbefugt abzurufen, zu veröffentlichen oder zu verwerten. Ein Verstoß gegen das Steuergeheimnis wird mit einer Geld- oder Haftstrafe sanktioniert.

Steuerhinterziehung

§370 Ao

Steuerhinterziehung liegt vor, wenn Du versuchst Steuern zu verkürzen oder von steuerlichen Vorteilen zu profitieren, indem Du gegenüber dem Finanzamt unrichtige, unvollständige oder keine Angaben bzgl. steuerlich relevanter Informationen machst. Bei Steuerhinterziehungen werden Geld- oder Haftstrafen verhängt.

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Steuer-Identifikationsnummer Steuer-ID, IdNr.

Die Steuer-Identifikationsnummer ist Deine individuelle, gleichbleibende Identifikationsnummer für sämtliche steuerliche Belange. Jede natürlichen Person, die in Deutschland wohnt bzw. steuerpflichtig ist, wird diese elfstellige Nummer dauerhaft und bundeseinheitlich zugeordnet. Mit der Steueridentifikationsnummer kannst Du direkt identifiziert und Deinen steuerlichen Daten zugeordnet werden. Die Steuer-ID gibt es seit 2007 und soll auf lange Sicht die Steuernummern der lokalen Finanzämter ablösen.

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Steuerklasse Lohnsteuerklasse

§38b EstG

Im Einkommensteuerrecht können Arbeitnehmer in sechs verschiedene Steuerklassen eingeordnet werden. Welcher Steuerklasse Du zugeordnet wirst, hängt von Deinem Familienstand ab: Alleinstehende werden der Klasse eins zugeordnet, Alleinerziehende der Klasse zwei. Steuerklasse drei haben Verheiratete, deren Partner kein Einkommen hat oder geringer verdient und somit Steuerklasse fünf hat. Verheiratete mit etwa dem gleichen Einkommen haben Steuerklasse vier. Arbeitnehmende mit mehreren Beschäftigungsverhältnissen haben mit jeder weiteren Beschäftigung Steuerklasse sechs.

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Steuerlast Steuerbelastung

Die Steuerlast gibt an, wie hoch die Belastung durch Steuern für den jeweiligen Steuerzahler ist. Im Einkommensteuerrecht zeigt die Höhe der Steuerlast also an, wie viele Steuern Du auf Deine Einkünfte zahlen musst.

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steuerliche Nebenleistung

§3 Abs.4 AO

Steuerliche Nebenleistungen entstehen im Zusammenhang mit der Besteuerung. Sie dienen jedoch nicht in erster Linie der Deckung des staatlichen Finanzbedarfs, sondern bestimmten Nebenzwecke wie z.B. als Druckmittel oder Strafmaßnahme. Verspätungs- und Säumniszuschläge, Zinsen oder Zwangsgelder sind Beispiele für steuerliche Nebenleistungen.

Steuern

§3 Abs.1 AO

Steuern sind Abgaben an den Staat, die in erster Linie dazu dienen, den Finanzbedarf von Bund, Ländern und Gemeinden zu decken. Sie können dem Staat aber auch dazu dienen das wirtschaftliche Geschehen zu "steuern". Der Gesetzgeber definiert Steuern als eine Geldleistung, die Du ohne Gegenleistung erbringen musst. Alle Steuern lassen sich in direkte und indirekte Steuern unterteilen.

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Steuernummer St.-Nr.

Die Steuernummer wird Dir von Deinem zuständigen Finanzamt zugeteilt. Anhand dieser 13-stelligen Nummer kann Deine Steuerklärung identifiziert werden. Solltest Du umziehen, erhältst du eine neue Steuernummer, sofern sich damit das zuständige Finanzamt (Wohnsitzfinanzamt) ändert. Langfristig soll die Steuernummer durch die Steuer-Identifikationsnummer ersetzt werden. Aktuelle sind beide Nummern aber noch parallel im Einsatz.

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Steuerpflicht

Allgemein ist die Steuerpflicht, die Pflicht Steuern zu zahlen. Bei der Einkommensteuer unterscheidet man nochmal zwischen beschränkter und unbeschränkter Steuerpflicht.

Steuerpflichtiger Steuersubjekt

§33 AO

Du bist Steuerpflichtiger, sobald Du dem Staat eine Steuer schuldest (Steuerschuldner), für eine Steuer haftest, eine Steuer für Rechnung eines Dritten einbehalten oder abführen musst, buchführungspflichtig bist oder eine Steuererklärung abgeben musst.

Steuersatz

Zur Berechnung einer Steuer ist ein Steuersatz notwendig. Dieser gibt den prozentualen Anteil an, der von einem bestimmten Betrag zu versteuern ist. Die Steuersätze variieren je nach Steuerart. Bei der Einkommensteuer richtet sich Dein individueller Steuersatz nach Deinen persönlichen Verhältnissen und ist umso höher, je mehr Du verdienst.

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Steuerschuldner

§43 AO

Der Steuerschuldner ist gesetzlich dazu verpflichtet, eine bestimmte Steuer direkt an den Staat zu bezahlen - unabhängig davon, ob er von dieser Steuer letztendlich wirtschaftlich belastet ist.

Steuerträger

Der Steuerträger ist derjenige, der von einer bestimmten Steuer tatsächlich wirtschaftlich belastet ist, auch wenn er die Steuer nicht zwingend selbst an den Staat bezahlt hat.

Steuerveranlagungspflicht Pflichtveranlagung, Steuererklärungspflicht

§25 Abs.3 EstG

§46 EstG

Unter der Steuerveranlagungspflicht versteht man die Pflicht, dem Finanzamt erforderliche Informationen für die Berechnung und Festsetzung der Besteuerung zur Verfügung zu stellen. Dies erfolgt normalerweise mit Hilfe der Steuererklärung. Als Faustregel kann man sagen, dass Du zur Abgabe einer Einkommensteuererklärung verpflichtet bist, sobald Deine Einkünfte den Grundfreibetrag übersteigen und Du nicht nur Einkünfte aus nichtselbständiger Arbeit beziehst. Dies gilt auch für bestimmte steuerfreie Einkünfte wie z.B. Arbeitslosengeld oder Kurzarbeitergeld.

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U

Übernachtungspauschale

Im Rahmen einer Dienstreise kannst Du Dir eine steuerfreie Übernachtungspauschale von Deinem Arbeitgeber erstatten lassen. Für Übernachtungen in Deutschland beträgt diese 20 Euro pro Nacht. Der Arbeitgeber ist allerdings nicht dazu verpflichtet die Übernachtungspauschale zu zahlen.

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Umsatzsteuer Mehrwertsteuer

§12 ff. UstG

Die Umsatzsteuer ist die Steuer, die auf den Warenhandel erhoben wird. Es handelt sich dabei um eine indirekte Steuer, wobei der Endverbraucher der Steuerträger ist. Der Regelsteuersatz beträgt 19 Prozent. Auf bestimmte Umsätze wie z.B. Lebensmittel gilt ein ermäßigter Steuersatz i.H.v. 7 Prozent.

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Umsatzsteuervoranmeldung Voranmeldung

§18 UstG

Bei der Umsatzsteuervoranmeldung handelt es sich um die Steuererklärung, die ein Selbstständiger oder Unternehmer monatlich bzw. vierteljährlich abgeben muss, wenn seine Umsätze jährlich über 17.500 Euro liegen.

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Umzugskosten

Unter bestimmten Voraussetzungen kannst Du Deine Umzugskosten steuerlich geltend machen. Ziehst Du auf Grund Deiner Arbeit um, kannst Du die Kosten als Werbungskosten in der Steuererklärung geltend machen oder Dir von Deinem Arbeitgeber steuerfrei ersetzen lassen. Wenn Du für Deine erste Ausbildung umgezogen bist, handelt es sich dabei um Sonderausgaben. Liegen gesundheitliche Ursachen vor oder bist Du auf Grund einer Naturkatastrophe umgezogen, fallen die Umzugskosten unter die außergewöhnlichen Belastungen. Bestimmte Kosten, die Du für einen privat veranlassten Umzug hattest, kannst Du auch in Form von haushaltsnahen Dienstleistungen steuerlich geltend machen.

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Umzugskostenpauschale

Mit der Umzugskostenpauschale kannst Du bestimmte Umzugskosten wie z.B. Ummeldegebühren, Besichtigungskosten oder auch Kosten für ein Umzugsunternehmen pauschal in Deiner Steuererklärung ansetzen. Die Höhe der Pauschale hängt davon ab, ob Du verheiratet oder ledig bist und wie viele Kinder Du hast und ändert sich zudem sehr häufig.

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unbeschränkte Steuerpflicht

§1 Abs.1-3 EstG

Hast Du als natürliche Person Deinen Wohnsitz oder gewöhnlichen Aufenthalt in Deutschland, bist du unbeschränkt steuerpflichtig. Das heißt, dass alle Deine Einkünfte, egal ob Du diese im In- oder Ausland erzielst, der deutschen Einkommensteuer unterliegen. Im Steuerrecht spricht man dabei vom sog. Welteinkommensprinzip. Lebst Du zwar im Ausland, hast aber ein Dienstverhältnis zu einer deutschen juristischen Person des öffentlichen Rechts (also arbeitest Du beispielsweise bei der Polizei oder der Bundeswehr) bist Du in Deutschland trotzdem unbeschränkt steuerpflichtig.

Unterhaltsaufwendungen Unterhaltsleistungen

§33a EstG

§10 Abs.1a EstG

Zu den Unterhaltsaufwendungen zählen Kindesunterhalt, Ehegatten- oder Trennungsunterhalt, oder Unterhalt an bedürftige Personen. Du kannst diese entweder als Sonderausgaben oder außergewöhnliche Belastungen steuerlich geltend machen.

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V

Veranlagung

Unter Veranlagung versteht man das Verfahren, bei dem das Finanzamt überprüft, in welcher Höhe eine Steuer anfällt. Dies erfolgt in der Regel nach Ablauf des Veranlagungszeitraums. Als Steuerpflichtiger bist Du dann zur Mitwirkung verpflichtet, indem Du eine Steuererklärung abgibst (sofern dies erforderlich ist).

Veranlagungszeitraum VZ

§25 Abs.1 EstG

Unter dem Veranlagungszeitraum versteht man im Steuerrecht den Zeitraum, für den eine steuerliche Veranlagung vorgenommen, also eine Steuer festgesetzt wird. Für die Einkommensteuer ist als Veranlagungszeitraum das Kalenderjahr festgelegt.

Verlustabzug

Hast Du mehr Ausgaben als Einnahmen liegt ein Verlust vor. Der Verlustabzug bietet Dir die Möglichkeit, diesen Verlust bei der Ermittlung Deines Gesamtbetrags der Einkünfte steuerlich geltend zu machen. Das kann entweder in Form des Verlustvortrags oder eines Verlustrücktrags erfolgen.

Verlustrücktrag

§10d Abs.1 EstG

Wenn Deine Ausgaben über Deinen Einnahmen liegen, dann kann dieser Verlust bis zu einer Höhe von einer Millionen Euro steuerlich geltend gemacht werden, indem er vom Gesamtbetrag der Einkünfte des Vorjahres abgezogen wird. Dein Steuerbescheid aus dem Vorjahr wird dann nochmal geändert. Man spricht dabei vom sogenannten Verlustrücktrag. Sollte für Dich jedoch ein Verlustvortrag günstiger sein, kannst Du einen Antrag stellen und so auf den Verlustrücktrag verzichten.

Verlustvortrag

§10d abs.2 EstG

Hast Du mehr Ausgaben als Einnahmen und wurde dieser Verlust nicht schon in Form des Verlustrücktrags berücksichtigt, weil Du z.B. auf Antrag darauf verzichtet hast, kannst du ihn in Form des Verlustvortrags steuerlich geltend machen. Dabei wird der Verlust in die kommenden Jahre "vorgetragen" und vom Gesamtbetrag der Einkünfte des Folgejahrs abgezogen. Insbesondere Studierende in Zweitausbildung können ihre Studienkosten in Form des Verlustvortrags steuerlich geltend machen.

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vermögenswirksame Leistungen VL, VwL

Vermögenswirksame Leistungen sind zusätzliche Gelder vom Arbeitgeber, die in Höhe von bis zu 40 Euro pro Monat dem Vermögensaufbau dienen sollen. Um das nutzen zu können, musst Du einen Vertrag abschließen, der von vermögenswirksamen Leistungen profitieren kann. Darunter fallen z.B. Bausparverträge oder Banksparpläne. Daraufhin wird die festgelegte Summe von Deinem Arbeitgeber eingezahlt. Vermögenswirksame Leistungen erhöhen das Bruttogehalt entsprechend und sind dabei steuer- und sozialabgabenpflichtig. Zusätzlich beteiligt sich jedoch der Staat mit der Arbeitnehmersparzulage an dem Vermögensaufbau.

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Verpflegungsmehraufwand Verpflegungspauschale

§9 Abs.4a EstG

Kosten für die Verpflegung im Rahmen einer Dienstreise kannst Du pauschal als sogenannten Verpflegungsmehraufwand steuerlich geltend machen. Bei einer Abwesenheit von mindestens 8 Stunden kannst Du 14 Euro absetzen. Bei einer mehrtägigen Abwesenheit kannst Du für den An- und Abreisetag je 14 Euro und für ganztägige Abwesenheitstage je 28 Euro ansetzen. Für Auslandsreisen gelten, abhängig vom Zielland Deiner Dienstreise, höhere Pauschalen. Tatsächliche Kosten für Deine Verpflegung werden nicht berücksichtig.

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Verspätungszuschlag

§152 AO

Der Verspätungszuschlag wird bei einer Pflichtveranlagung erhoben, wenn Du Deine Steuererklärung nicht rechtzeitig abgibst. Die Höhe des Verspätungszuschlags ist abhängig von der Höhe der Steuerschuld und vom Zeitraum der Verspätung: jeder angefangene Monat, der überzogen wurde, kostet 0,25 Prozent der festgesetzten Steuer (vermindert um Deine Vorauszahlung und anzurechnenden Abzugsbeträge), mindestens aber 25 Euro pro angefangenem Monat. Es handelt sich dabei um eine sogenannte steuerliche Nebenleistung.

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vorausgefüllte Steuererklärung VaSt

Im Rahmen der elektronischen Steuererklärung (ELSTER) kannst Du Dir ein Konto einrichten und Deine persönlichen Daten automatisch in sämtliche Steuererklärungen eintragen lassen, sobald Du diese einmal angeben hast. Man spricht dabei von der vorausgefüllten Steuererklärung. Damit soll Bürokratie abgebaut und das Verfahren der Besteuerung vereinfacht werden.

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Vorbehalt der Nachprüfung

§164 AO

Oft erfolgt ein Steuerbescheid unter dem Vorbehalt der Nachprüfung. Das bedeutet, dass dieser Bescheid auch nach der einmonatigen Einspruchsfrist noch geändert werden kann - allerdings nur innerhalb der Festsetzungsfrist von 4 Jahren. Ist das bei Dir der Fall, dann findest Du dazu einen Hinweis auf Deinem Steuerbescheid.

vorläufige Steuerfestsetzung

§165 AO

Manchmal bestehen bei der Steuerfestsetzung Unklarheiten - oft ist auch ungewiss, ob die Steuer überhaupt anfallen wird. Damit Du in diesem Fall aber nicht allzu lange auf Deinen Steuerbescheid warten musst, erlässt das Finanzamt einen vorläufigen Steuerbescheid. So kann die Steuerfestsetzung nochmal korrigiert werden, bis alle Unklarheiten beseitigt sind.

Vorsorgeaufwendungen

Vorsorgeaufwendungen sind Aufwendungen, die der Altersvorsorge oder auch dem Risikoschutz dienen können. Die Kosten dafür kannst Du in Form von Sonderausgaben steuerlich geltend machen. Beispiele dafür sind Beiträge zur Arbeitslosen-, Unfall-, Pflege, Kranken- oder Erwerbsunfähigkeitsversicherung.

Vorsteuer

§15 UstG

Wenn Unternehmen als Kunden auftreten, müssen sie auf ihre Einkäufe ebenso Umsatzsteuer bezahlen. Diese können sie sich allerdings vom Finanzamt zurückerstatten lassen. Man spricht dabei von der sogenannten Vorsteuer. Diese gezahlte Vorsteuer wird im Rahmen der Voranmeldung mit der vom Endkunden erhaltenen Umsatzsteuer verrechnet.

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W

Werbungskosten

§9 EstG

Als Werbungskosten bezeichnet man sämtlich Ausgaben, die Dir entstehen, um Deinen Beruf auszuüben. Dazu zählt Dein täglicher Arbeitsweg, Fortbildungen, Dienstreisen, Kosten für Arbeitskleidung oder auch berufliche Versicherungen. Im Gesetz sind Werbungskosten als "Aufwendungen zur Erwerbung, Sicherung und Erhaltung der Einnahmen" definiert. Bei entsprechendem Nachweis sind diese sogar in voller Höhe abzugsfähig. Weißt du keine höheren Werbungskosten nach, kannst du Pauschalen ansetzen.

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Werbungskostenpauschale Arbeitnehmerpauschbetrag

§9a EstG

Die Werbungskostenpauschale wird in Deutschland jedem gestattet, der Einkünfte aus nichtselbstständiger Arbeit erzielt. Dabei werden automatisch 1.000 Euro von Deinen Einkünften als Werbungskosten abgezogen, wodurch sich Deine Steuerlast vermindert. Waren Deine Werbungskosten tatsächlich höher als die 1.000 Euro, kannst Du auch den höheren Betrag geltend machen.

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Wohnsitzfinanzamt

§19 Abs.1 AO

Das sogenannte Wohnsitzfinanzamt ist das Finanzamt des Bezirks, in dem Du wohnst oder Dich für gewöhnlich aufhältst. Für die Veranlagung Deiner Einkommensteuer ist grundsätzlich Dein Wohnsitzfinanzamt zuständig.

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Wohnungsbauprämie

Von der Wohnungsbauprämie profitieren unbeschränkt steuerpflichtige Bausparer mit einem jährlichen zu versteuernden Einkommen von unter 35.000 Euro (70.000 Euro bei Zusammenveranlagung von Ehegatten). Die Wohnungsbauprämie stellt damit eine finanzielle Stütze beim Eigentumserwerb dar. Weitere Voraussetzungen sind Einzahlungen i.H.v. mindestens 50 Euro in einen prämienbegünstigten Bausparvertrag, wobei es sich nicht um vermögenswirksame Leistungen handeln darf oder auch die unbefristete Verwendung des Bausparguthabens für Wohnzwecke.

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Z

Zinsen

§238 AO

Zinsen im Sinne des Steuerrechts sind steuerliche Nebenleistungen, die in bestimmten Fällen vom Finanzamt erhoben werden. Beispiele sind Stundungszinsen oder Zinsen für Steuerhinterziehung. Die Höhe der Zinsen beträgt 0,5 Prozent für jeden vollen Monat auf den nächsten durch 50 teilbaren abgerundeten Betrag. Steuerliche Nebenleistungen dürfen nicht verzinst werden.

Zölle

§23 AO

Zölle sind Steuern im Sinne der Abgabenordnung, die bei der Ein- oder Ausfuhr von Waren in ein anderes Land anfallen können.

zu versteuerndes Einkommen zvE

§2 Abs.5 EstG

Unter dem zu versteuernden Einkommen versteht man im Einkommensteuerrecht das Einkommen abzüglich der Kinderfreibeträge. Das zu versteuernde Einkommen bildet die Bemessungsgrundlage für Deinen Einkommensteuertarif.

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zumutbare Belastung

§33 Abs.3 EstG

Die zumutbare Belastung ist der Betrag bis zu dem Du Deine außergewöhnlichen Belastungen selbst bezahlen musst. Überschreiten Deine außergewöhnlichen Belastungen die zumutbare Belastung, werden die Ausgaben bei der Einkommensteuer berücksichtigt und Du erhältst einen Teil des Geldes zurück. Die Höhe der zumutbaren Belastung beträgt zwischen einem und sieben Prozent der Einkünfte und hängt von Familienstand, Anzahl der Kinder und Höhe des Einkommens ab.

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Zusammenveranlagung von Ehegatten

§26b EstG

Im Rahmen einer Zusammenveranlagung werden Ehegatten steuerlich als eine Person gesehen. Dementsprechend geben sie eine gemeinsame Steuererklärung ab, sodass das Finanzamt auch nur ein gemeinsames zu versteuerndes Einkommen berechnet. Ihr könnt Euch jedes Jahr neu entscheiden, ob Ihr einzeln oder zusammen veranlagt werden wollt. Eine Zusammenveranlagung bringt dann einen Steuervorteil, wenn Ihr unterschiedlich viel verdient.

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Zuschlagsteuer Annexsteuer

§51a EstG

Bei Zuschlagsteuern handelt es sich um Steuern, deren Höhe sich nach einer anderen Steuer richtet. Beispielsweise wird die Kirchensteuer oder auch der Solidaritätszuschlag nach der Höhe der Einkommensteuer bemessen.